Beim ersten Kind ist das Babyalbum randvoll: jede Woche ein Foto, jeder Meilenstein notiert, sogar der erste Krümel am Kinn ist dokumentiert. Beim zweiten Kind ist dasselbe Album nach drei Monaten noch fast leer. Dieses nagende schlechte Gewissen kennen fast alle Eltern mit mehr als einem Kind. Es ist nicht deine Schuld, und es lässt sich leicht ändern.
Warum es beim zweiten Kind anders ist
Es liegt an der Zeit. Beim ersten Kind war alles neu, und du hattest verhältnismäßig viel Raum, jeden Moment zu feiern. Beim zweiten rennst du einem Kleinkind und einem Baby hinterher, und der Tag ist vorbei, bevor du auch nur in die Nähe des Fotoalbums kommst. Völlig normal. Nur möchte dein zweites Kind später genauso gern auf seine Geschichte zurückblicken wie das erste.
Mach es dir leichter
Wer sich vornimmt, „ab jetzt alles festzuhalten“, hält das nicht durch. Leg die Latte lieber niedriger, dann schaffst du es auch wirklich:
- Ein Foto pro Woche reicht. Nicht fünfzig, nicht perfekt. Ein Bild, das zeigt, wie sich diese Woche angefühlt hat.
- Ein Satz dazu. „Lächelt jetzt zurück.“ „Hasst den Autositz.“ Mehr braucht es nicht, solche kleinen Zeilen sind später Gold wert.
- Sammle einmal pro Woche. Nimm dir am Sonntagabend zehn Minuten und such die Fotos der Woche auf einmal aus. Siehe auch: Kinderfotos ordnen, ohne dass es in Arbeit ausartet.
Gib jedem Kind seinen eigenen Platz
Bei mehreren Kindern ist das größte Risiko, dass in deiner Galerie alles durcheinandergerät. Nutz deshalb eine App, in der jedes Kind eine eigene Zeitleiste hat. So entsteht ohne Mehraufwand für jedes Kind ein vollständiges Album, und dein zweites muss sich später nie wie „das Kind ohne Fotos“ fühlen. Lass ruhig auch die Großeltern über einen Teilen-Link mithelfen. Oma und Opa schicken oft genau die Fotos, die dir entgangen sind.
Nachholen ist immer erlaubt
Dein zweites Kind ist schon ein Jahr alt und das Album immer noch leer? Fang einfach jetzt an. Stell diese Woche zehn Lieblingsfotos aus den letzten Monaten auf die Zeitleiste und schreib auf, woran du dich noch erinnerst. Und vor allem: Vergleich es nicht mit dem prallen Album des ersten Kindes. Es muss nicht vollständig sein, um in fünfzehn Jahren etwas zu bedeuten. Es muss nur da sein.
Eine App, eine eigene Zeitleiste für jedes Kind
In Ouderliefde hat jedes Kind sein eigenes Album. Es aktuell zu halten kostet ein paar Minuten pro Woche, und die Großeltern schauen kostenlos mit. Kein Kind bleibt zurück.
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