Für viele getrennte Eltern ist 2houses die erste App, auf die sie stoßen. Sie kommt aus Belgien, ist mehrsprachig und bündelt Kalender, Nachrichten, Ausgaben und ein Fotoalbum in einem Paket. Trotzdem suchen Eltern regelmäßig nach einer 2houses Alternative. Meistens wegen des Preises, manchmal, weil sie nur die Hälfte davon nutzen.
Hier findest du die Möglichkeiten im Überblick, und dazu den Unterschied, der bei der Wahl wirklich den Ausschlag gibt.
Warum Eltern eine Alternative suchen
Der Preis. Nach der 14-tägigen Testphase kostet 2houses ab etwa 8,99 € im Monat. Für den Umfang ist das fair, aber es läppert sich, gerade wenn nach einer Trennung ohnehin zehn neue Fixkosten auf dich zukommen.
Du nutzt nur einen Teil. Viele getrennte Eltern haben den Umgang längst über einen gemeinsamen Kalender geregelt und wollen nur einen ordentlichen Ort für Fotos und Erinnerungen. Dann zahlst du für ein Ausgabenmodul und ein Postfach, das du nie öffnest.
Der andere Elternteil macht nicht mit. Das ist der häufigste Grund. Eine App für getrennte Eltern funktioniert nur, wenn beide sie öffnen. Kostet sie pro Elternteil Geld, steigt meistens einer aus, und du sitzt allein in einer leeren App.
Vorab: Es gibt zwei Arten von Apps
Die meisten Vergleiche werfen alles in einen Topf. Dabei gibt es zwei Kategorien, die ganz unterschiedliche Aufgaben haben:
- Organisations-Apps. Kalender, Nachrichten, Kosten aufteilen. Das ist ein Arbeitsdokument für euch beide. Es geht um diese Woche.
- Erinnerungs-Apps. Fotos, Videos und Meilensteine auf einer Zeitleiste. Das ist für dein Kind. Es geht um die nächsten zwanzig Jahre.
2houses will beides sein und ist in der ersten Kategorie stark. Das Fotoalbum erfüllt seinen Zweck, ist aber kein Erinnerungsalbum für die Kindheit. Sobald du weißt, welche der beiden Arten du suchst, wird die Entscheidung deutlich einfacher.
Die Alternativen im Vergleich
OurFamilyWizard für rechtlich heikle Situationen
Der amerikanische Marktführer, den du auch in Deutschland nutzen kannst. Seine Stärke ist die Protokollierung: Nachrichten bekommen einen Zeitstempel und lassen sich nachträglich nicht ändern, sodass sie in einem Verfahren verwendet werden können. Die Nachteile: Die Oberfläche ist auf Englisch, die Server stehen in den USA, und es kostet rund 100 € im Jahr pro Elternteil. Mehr dazu in unserem Artikel über Alternativen zu OurFamilyWizard.
AppClose: kostenlos, aber amerikanisch
Eine kostenlose Basisversion mit Kalender, Nachrichten und Zahlungsfunktion. Weil sie nichts kostet, lässt sich der andere Elternteil leichter darauf ein. Die Kehrseite: Sie ist auf Englisch, läuft auf amerikanischen Servern, und das Geschäftsmodell ist weniger durchschaubar als bei einer kostenpflichtigen App.
Gemeinsamer Kalender plus gemeinsames Album: kostenlos und einfach
Für getrennte Eltern, die gut miteinander reden können, reicht das oft: ein geteilter Google- oder Apple-Kalender für den Wochenplan im Wechselmodell oder für die Umgangswochenenden. Das funktioniert, kostet nichts, und jeder kennt sich schon damit aus. Für Fotos ist ein geteiltes Google-Album weniger geeignet. Alle brauchen ein Google-Konto, und die Fotos deines Kindes landen bei einem Unternehmen, das von Werbung lebt.
Ouderliefde: nur die Erinnerungen, auf Deutsch
Ouderliefde hält sich bewusst aus der Terminplanung heraus. Es ist eine niederländische App für genau eine Sache: alle Fotos, Videos, Meilensteine, Zeichnungen und Zeugnisse deines Kindes auf einer gemeinsamen Zeitleiste, die beide Eltern füllen.
Was das im Alltag für getrennte Eltern ändert:
- Ein Abo für beide Eltern. Ihr zahlt nicht pro Elternteil, der andere muss also nichts ausgeben, um mitzumachen.
- Oberfläche auf Deutsch. Jeder Elternteil kann seine Sprache selbst wählen, auch Englisch oder Niederländisch. Nichts zu erklären, keine Hürde.
- Server in der EU, DSGVO-konform. Keine Werbung, kein Verkauf von Daten.
- Großeltern schauen über einen sicheren Link mit, jede Seite der Familie über ihren eigenen.
- Eine Zeitkapsel: Briefe, die dein Kind später bekommt, zum Beispiel zum 18. Geburtstag.
Die Kombination, die am besten funktioniert
Viele getrennte Eltern suchen gar keinen Ersatz für 2houses. Sie teilen auf:
- einen kostenlosen gemeinsamen Kalender (oder 2houses, wenn der Umgangsplan wirklich kompliziert ist) für die Organisation
- Ouderliefde für die Erinnerungen
Das spart Geld und trennt zwei Dinge, die du getrennt haben willst: das praktische Hin und Her ums Bringen und Abholen, und den Ort, an dem die schönen Momente deines Kindes liegen. Das Foto vom ersten Schultag soll nicht im selben Postfach landen wie ein Streit darüber, wer welche Ferien bekommt.
Worauf du bei einer Alternative achten solltest
- Zahlt ihr pro Elternteil oder pro Familie? Daran entscheidet sich, ob eine App genutzt wird oder leer bleibt.
- Wo stehen die Server? Für Fotos deines Kindes und Absprachen über dein Kind willst du Speicherung in der EU unter der DSGVO.
- Gibt es die App auf Deutsch? Jede Hürde senkt die Chance, dass der andere Elternteil mitmacht.
- Kannst du deine Daten exportieren? Wenn du in fünf Jahren wechseln willst, möchtest du deine Fotos mitnehmen.
- Bekommen die Großeltern Zugang? Nach einer Trennung verlieren die Großeltern auf einer Seite oft auch den Anschluss an die Fotos.
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Eine gemeinsame Zeitleiste für dein Kind. Beide Eltern tragen bei, und ein Abo gilt für die ganze Familie. Ohne Werbung, auf Servern in der EU.
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